HOLZ - mach dir dein Handeln bewußt -
HOLZ-Hacken, zielgerichtet seine Kraft auf einen Punkt bringen - ist eine Form der Aggression. Aggression kommt von aggredi: etwas in Angriff nehmen, auf etwas zugehen. In diesem einfachen Handlungsablauf des HOLZ-Hackens stecken viele beachtenswerte Teilhandlungen, die auch für das Handeln im Alltag wichtig sind: 1. Das Werkzeug - legst du Wert auf ein gutes Werkzeug? Bist Du es Dir wert, ein gutes Werkzeug zu haben? Ein gutes Werkzeug schont deine Kraft, deine eigene Energie, du kannst schneller und leichter arbeiten und du verletzt dich nicht. Ein gutes Werkzeug setzt auch ein sorgfältiges Auswählen des Materials für das Werkzeug und eine achtsame Herstellung voraus. Es ist ein Ergebnis von unterschiedlichen vorherigen Erfahrungen und Handlungen vieler Menschen, auch vergangener Generationen und kann Dich ein Leben lang begleiten. 2. Dein Körper - Ist Dein Körper eine Maschine oder ein biologisches Wesen? Männer westlicher Kulturen trennen oft den Körper von sich ab. Du bist dein Körper. Macht es Dir Spass dich selbst zu bewegen, hast du Freude daran, deinen Körper als etwas sehr wesentliches zu begreifen? Unser Körper erschafft Energie. Wir haben wunderbare, einfach geniale Hände. Sie sind perfekt: sie können streicheln, zu packen, festhalten ... töten. Im Zusammenspiel von Augen, Ohren, Armen, Rücken, Beinen, Händen, Geist und Herz kannst Du deine Kraft auf einen Punkt bringen. 3. Entscheidungskraft: Um einen HOLZklotz zu spalten, muss Du wirklich bereit sein. Du kannst die Entscheidung treffen, es mit einem Schlag zu tun, oder auch mehrmals zu zu schlagen. Die Entscheidung für einen Schlag setzt die gute Wahrnehmung der Situation voraus, ein Wissen über das HOLZ. An welcher Stelle gibt es am besten nach? Du kannst lernen, Deiner eigenen Kraft zu vertrauen. Vertrauen in die eigene Fähigkeit, den Schlag auch an die Stelle zu bringen, an die er die größte Kraft einsetzt. Bist Du bereit, in diesem Moment einfach bei Dir zu sein und eine Entscheidung auch umzusetzen? Männer, die beim HOLZ-Hacken nach Frauen schauen, treffen sehr schnell die eigenen Beine. (Was hat dieser Satz wohl mit deinem Leben zu tun?) Partnerschaften und Liebesbeziehungen leben auch von dieser Energie, dem Bewußtsein für sich selbst, dem Gefühl für eigene Bedürfnisse und bei wichtigen Fragen auch der entsprechenden Umsetzung. Kompromisse sind wichtig, doch sie enthalten auch die Gefahr des Verschwimmens, des Sich-Nicht-Ernst-Nehmes, Du bist "vom alsbaldigen Entschwinden bedroht" (Zitat aus "Der kleine Prinz"). Das Bewußtsein für diese Energie ist lebensnotwendig. 4. Phantasie und Behutsamkeit: Neben der Kraft der klaren Entscheidung erfordert das Leben auch andere spielerische Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten werden beim Schnitzen trainiert. Die Lust am Gestalten, das Erkunden des Holzes, das Spüren, welche Form möchte aus dem Holz erwachen. Schnitzen ist ein sehr kommunikativer Vorgang, auch hier finden sich Formen von Aggression. 5. Achtsamkeit: Du bist Teil zusammenhängender Systeme, wann und wo du dich bewegst und atmest. Achtsam erkennen, wie Holz gewachsen ist, das Werkzeug wägen, die Länge des Stieles, die Schwere des Eisens, den eigenen Körper erleben, den Stand der Füße prüfen, die Muskeln in Armen und Rücken spüren, deine Umgebung erkennen. 6. Selbstverantwortung:
Du bist für Dein Tun verantwortlich und für dein Befinden: "Es darf mir gut gehen." 7. Selbstversorgung : Wir werden uns weitgehend selbst versorgen. Gute Nahrung ist ein wichtiger Teil der Selbstverantwortung und wenn jeder ein Teil dazu beiträgt, bereichert sich die Tafel von selbst und ein Gemeinschaftserlebnis entsteht. Warum nun unbedingt ein Männerwochenende, weshalb kein Familienwochenende, mit Frauen, Kind und Kegel? Eine der wichtigsten Erfahrungen meiner 12-jährigen Männerarbeit ist genau diese. Es ist lebenswichtig für Männer, ein eigenes Selbstverständnis aus sich selbst heraus entwickeln zu können, auf die eigenen männlichen Wurzeln zurück zu greifen. Diese Wurzeln wurden zum einen in den großen Kriegen zerschlagen und zum anderen sind die Männer und Väter aus dem Alltag von Kindern weitgehend verschwunden. Auch ein Vater der arbeiten geht und in der Familie lebt, fehlt im Alltag der Kinder. Männer sind Brüder im Herzen, meistens wissen sie es nicht, denn sie haben es nicht erfahren. Männer können als Männer die Erfahrung machen, dass sie sich selbst unterstützen können, sie lernen von einander, sie füllen sich den männlichen Teil der Seele und können gut in sich selbst ruhen. Das Wunderbare an Männerwochenenden ist, das eine heilsame Offenheit entsteht, dass Vertrauen zwischen Männern wächst und damit auch das Bewußtsein für sich selbst. Zweifelst Du, ob ein Männerwochenende etwas für Dich ist? Das geht vielen Männern so. Männer sind eben Männer und das bedeutet: sie machen alles allein, reden nicht über sich, haben keine Gefühle .... es gibt viele Klischees über Männer, in denen immer ein bisschen Wahrheit steckt, bzw. an denen sich Männer selbst orientieren. Gründe für dieses Verhalten gibt es verschiedene, hier ein paar der Wichtigsten: Männer können sich als Männer das geben, was ihnen Frauen nicht geben können, z.B. die Antworten der Väter, Solidarität, Achtung und Respekt. Sie können sich ein gutes kraftvolles männliches Selbstverständnis geben. Du kannst wieder Wurzeln treiben, deine Wurzeln, zu Deinen Vätern und zu dir selbst. Bei HOLZ geht es um HOLZ und um den Mann. HOLZ - ein Männerwochenende kann das Feuer wieder entfachen, ein inneres Feuer, dass den Mann aus sich selbst heraus wärmt. Tiefer gehende Gedanken; Geschichten; Märchen; Zahlen dazu finden sich hier .... wann, wo, wieviel, wie weiter....
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Dazu noch ein wichtiger Gedanke von Arno Gruen: Autonomie ist derjenige Zustand der Integration, in dem ein Mensch in voller Übereinstimmung mit seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen ist. ... Sie beinhaltet die Fähigkeit, ein Selbst zu haben, das auf den Zugang zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen gründet..... Was herkömmlich mit Autonomie bezeichnet wird, ist ein Zustand, sich und anderen Beweise der Stärke und Überlegenheit liefern zu müssen. |
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