... als mir bewußt wurde, dass ich wichtige fragen des lebens nur mit frauen bereden konnte, gründete ich eine männergruppe, das war 1997. inzwischen habe ich viel gelernt, von, mit und durch männer.
männer als brüder im herzen bgriffen, die oft ähnliche fragen haben, die ähnliche entwicklungsaufgaben haben und es oft nicht wissen.
für die liebesbeziehungen ist es wichtig, dass männer bei sich selbst ankommen können, dass sie sich von FRAU lösen. das war den menschen lange zeit bewußt, sie zelebrierten initiationserfahrungen, ablösungen von den müttern, ankommen bei den männern.

unsere kultur hat sich in den letzten 150 jahren erheblich verändert. 1870 lebten noch 75% der deutschen bevölkerung auf dem land. um die jahrhundertwende wanderten millionen menschen in die großen städte. männer und frauen verschwanden in den fabriken. männergenerationen wurden dann in den kriegen gefressen.
kinder wachsen heute in weiblicher umgebung auf, mütter, kindergärtnerinnen, grundschullehrerinnen ....

in meiner arbeit als sozialpädagoge konnte ich immer wieder etwas feststellen: jungen verhalten sich untereinander anders als im zusammensein mit mädchen. sie sind grundsätzlich ruhiger und aufmerksamer. insbesondere, wenn es um sie selbst geht. die normale geschlechtergemischte erziehung erzeugt ein balzverhalten, für das jungen erheblich stärker reglementiert werden als mädchen, denn auch sie balzen.
es fehlt eine normalität der männer, an denen sich die kinder auch diese anteile abgucken können.

väter sind genetischer teil der kinder und beide haben das recht auf eine verwirklichung dieser beziehungen und die pflicht.

die fehlenden väter, die erziehung zu konkurrenten und diverse klischees machen es männern schwer, bei sich selbst anzukommen. oft sind die vorstellungen der mütter und freundinnen/partnerinnen leitlinien. oder auch die erziehungsstandards des "bürgerlichen idealismus". schon früh werden jungen erzogen, sie müssen normen erfüllen - dabei gehen die eigenen anteile oft verloren. der verwehrte zugang zu den eigenen wünschen und lebensvorstellungen bleibt schmerzhaft und drückt sich in einer außengerichtetheit aus, in der zerstörung unserer mitwelt, immer schneller, immer besser, immer erster sein müssen.
fortschritt ist nur begrenzt möglich. und viele menschen merken frühzeitig, dass sie diesen weg nicht gehen wollen oder auch können. diese bilder von jungen einer siebenten klasse eines gymnasiums zeigen die vorstellungen ihres erwachsenen lebens. ...

der zugang zu den inneren lebensquellen ist lebenswichtig. ein selbverständnis als mann ist eben nicht selbverständlich. der zugang zu den inneren lebensquellen meint auch einen zugang zu den wurzeln, zu den vätern und großvätern. das erfüllende zusammenspiel der geschlechter, ein abgerundetes jin und yang ist mächtig aus dem ruder gelaufen. ...

das männerseminar "mit teddybär und schwert - wege in die innere kraft" bietet die möglichkeit, sich mit den vielfältigen fragen und facetten des mann-seins auseinander zu setzen. schritt für schritt ein selbverständnis zu erzeugen, dass möglicherweise schon in kinderjahren verloren ging.

wir dürfen als männer wieder neu anfangen, dieses innere selbverständnis zu schaffen. es wurde in den zeiten der kriege und diktaturen zerstört oder pervertiert.

 

 

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